Hallo Knuffeline, da, wie Du so nett sagst, mein Name Programm sein dürfte, will ich auch zu dieser Frage meinen Senf geben. Tannine sind chemische Substanzen, die in vielen Pflanzen und Früchten vorkommen - u.a. auch in den Stielen, Kernen und Schalen von Trauben. Sie werden allgemein auch als Gerbstoffe bezeichnet, weil sie in früherer Zeit zum Gerben benutzt wurden. Tannine kommen vor allem in Rotweinen vor. Das liegt daran, dass bei Rotweinen der Most in der Regel länger auf der Maische steht und damit die Tannine stärker aus den Trauben gezogen werden. Hinzu kommt, dass weitere Tannine auch durch benutzte Holzfässer in den Wein gelangen. Ob man die schmecken kann? Ja, in der Regel schon. Wenn Du auf der Zunge ein pelziges, adstringierendes Gefühl nach dem Weingenuss hast, dann waren das die Tannine. Sie können anfangs, in jungen Rotweinen, heftig sein, glätten sich aber im Laufe der Zeit. Dann wird der Wein runder.
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