Jahrgang 2008

jogep
24.11.2008 18:08

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Wie sind eure Prognosen zum Jahrgang 2008?

->Hier<- klingt es ja eher gemischt.
Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein
 
Zechmeister
25.11.2008 10:24

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Hier meine Prognose bzw. Diagnose aus dem Burgenland.

Nach dem wir ein sehr extremes Jahr hatten(2 x Hagel, Pero, Oidium, etc) haben wir eigentlich alle mit dem schlimmsten gerechnet.
Jedoch wurde ich bei der Ernte sehr positiv überrascht. Klarerweise musste die Ernte sehr penibel durchgeführt werden und wirklich jeder Kern der nicht den Qualitätskriterien entsprch händisch heraus genommen werden.

Das Ergebnis: fruchtige frische Weiße mit erhöhter Säure
Bei den Roten kann ich nocht nicht so viel sagen. Was positiv war, die Weine haben den BSA schon auf der Maische gemacht und sind somit für diese Zeit sehr trinkreif(im vergleich zu anderen Jahren).

freundliche Grüße
Gernot
In vino veritas

www.zechmeister-weine.at
 
Knuffeline
26.11.2008 13:03

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da wird man ja richtig gespannt auf den neuen Jahrgang :-)

hab da aber nochmal zwei Fragen...
Was ist Pero?
Und was ist Oidium?
 
schirpf
27.11.2008 13:21

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Im Rheingau schaut es sehr unterschiedlich aus: im mittleren und unteren Rheingau gab es viel QbA und Kabinett-Qualitäten. Oftmals mit viel Oidiumbefall.
Bei uns im oberen Rheingau hat das milde Kleinklima des Mainzer Beckens für gute Qualitäten im Spät- und Auslesebereich gesorgt. Pero gab es überhaupt nicht und nur am Weißburgunder etwas Oidium - nach einer Negativselektion haben wir dann auch dort gesunde Trauben gelesen.
Momentan bin ich vom Spätburgunder Rotwein total begeistert - scheint ein sehr schöner Jahrgang zu werden. Demnächst kommt (fast) alles in die Barriquefässer.

Viele Grüße vom Weingut Donnermühle

Andreas Schirpf
http://www.donnermuehle.de
 
schirpf
27.11.2008 13:24

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Hallo Knuffeline,

hier die Antwort auf die zwei Fragen:

Oidium ist ein Pilz der die Blätter und jungen Trauben befällt. Auch Mehltau genannt.

Pero ist die Abkürzung für Peronospora auch "falscher Mehltau" genannt. Befällt ebenfalls Blätter und junge Beeren.

Im konventionellen Weinbau wird gegen beide Pilze mit der chemischen Keule vorgegangen. Im ökologischen Weinbau werden die Reben mit natürlichen Mitteln abgehärtet bzw. der Befall an der weiteren Ausbreitung gehindert. Das funktioniert inzwischen sehr gut!

Viele Grüße aus dem Rheingau

Andreas Schirpf
 
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